Das BMG beschaffte zu Beginn der Corona-Pandemie 5,7 Milliarden Schutzmasken im Wert von 5,9 Milliarden Euro, obwohl der Bedarf viel geringer war. Fazit unseres aktuellen Berichts : Es fehlte jegliche Mengensteuerung. Mehr als zwei Drittel der Masken wurden nie verwendet, mehr als die Hälfte ist bereits vernichtet oder dafür vorgesehen. Der Nutzen für die Pandemiebekämpfung war entsprechend gering. Bis heute fehlt im BMG eine kritische Aufarbeitung. Diese ist aber erforderlich, um wichtige Lehren für künftige Pandemien und Krisen ziehen zu können.
Zu Beginn der Corona-Pandemie drohte in Deutschland aufgrund von Produktions- und Lieferengpässen eine Versorgungskrise vor allem mit Schutzmasken. Die Bundesregierung beschloss deshalb, Schutzausrüstung für den Eigenbedarf der Bundesbehörden und ergänzend auch zur kurzfristigen Sicherung der medizinischen Akutversorgung zu beschaffen. Aufgabe des BMG war es, den Bedarf zu ermitteln und entsprechende Vertragsabschlüsse durch die Beschaffungsämter des Bundes auszulösen.
Über die zentrale Beschaffung von Schutzausrüstung durch das BMG haben wir 2021 berichtet ( mehr dazu hier (nicht barrierefrei) ). Seitdem sind viele Probleme ungelöst geblieben und neue hinzugekommen.
