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2007 Bemerkungen Nr. 38 - Nutzlose Bunkeranlage kostet die Bundeswehr jährlich rund 1,7 Mio. Euro

Bis Ende 2009 wollte die Bundeswehr zu Versorgungszwecken eine unterirdische Bunkeranlage weiter betreiben, obwohl diese seit dem Jahre 2004 militärisch nicht mehr notwendig ist. Die jährlichen Betriebskosten liegen bei rund 1,7 Mio. Euro. Trotz mehrjähriger Planung ist eine kostengünstige Alternativlösung nicht erkannt worden.
22.11.2007

Die Bunkeranlage ist Teil eines Gesamtkomplexes und diente der Luftüberwachung. Aus ihr wurden bisher andere, oberirdische Bauwerke mit Strom und Fernmeldedaten versorgt. Bereits im Jahre 2001 hatte das Bundesministerium der Verteidigung (Bundesministerium) entschieden, dass die Anlage ab Anfang 2004 nicht mehr benötigt wird. Die Umsetzungsplanungen hierzu zogen sich bis zum Jahre 2006 hin. Sie sahen umfangreiche Baumaßnahmen vor, die im Jahre 2007 beginnen und erst Ende 2009 abgeschlossen sein sollten.

Das Bundesministerium und weitere Behörden suchten nicht nach Möglichkeiten, die teure Anlage schneller zu schließen. Dabei wäre es mit Hilfe einer anderen Bauvariante kurzfristig möglich, die Strom- und Fernmeldeversorgung des Gesamtkomplexes von der Bunkeranlage unabhängig zu machen. Letztere könnte dann stillgelegt und ihre erheblichen Betriebskosten könnten eingespart werden.

Das Bundesministerium ist der Auffassung, dass die Planungen angesichts der Gesamtumstände sachgerecht und verzugsfrei durchgeführt wurden. Es hat aber die Anregung des Bundesrechnungshofes aufgegriffen, die Baumaßnahmen so zu gestalten, dass die Bunkeranlage für die Strom- und Fernmeldeversorgung schneller entbehrlich wird.

Der Bundesrechnungshof hat empfohlen

  • die Bunkeranlage so schnell wie möglich stillzulegen sowie
  • die Ursachen für die lange Dauer der Planungen und deren unwirtschaftliches Ergebnis zu klären und mit Blick auf künftige Fälle für Abhilfe zu sorgen.
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