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2007 Bemerkungen Nr. 87 - Bundeswehr verringert Anzahl der Sanitätsfahrzeuge erheblich

Die Bundeswehr hat damit begonnen, ihren Bestand an Sanitätsfahrzeugen deutlich zu verringern. Sie spart dadurch jährlich 1,2 Mio. Euro an Betriebskosten ein. Darüber hinaus will sie die teure Typenvielfalt der Sanitätsfahrzeuge reduzieren und auf die Beschaffung von Lastkraftwagen im Wert von 54 Mio. Euro verzichten.
22.11.2007

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr verfügte im Jahre 2006 über rund 5 000 Fahrzeuge unterschiedlichen Typs zum Transport von Personen und Material. Um den aktuellen Anforderungen insbesondere im Auslandseinsatz gerecht zu werden, plante die Bundeswehr, für den Sanitätsdienst 548 gegen Minen und ähnliche Bedrohungen geschützte Lastkraftwagen (Lkw) zu beschaffen.

 

Der Bundesrechnungshof stellte fest, dass der Sanitätsdienst 1 620 ungeschützte Fahrzeuge mehr hat, als die Planungen der Bundeswehr für ihre Struktur im Jahre 2010 vorsehen. Die Typenvielfalt der im Sanitätsdienst vorhandenen Fahrzeuge verursacht einen erheblichen Aufwand bei der Instandsetzung, der Ersatzteilversorgung und den Mitarbeiterschulungen. Die von der Bundeswehr geplante Anzahl neuer geschützter Lkw hielt der Bundesrechnungshof für überhöht.

 

Das Bundesministerium der Verteidigung hat die Überbestände an Fahrzeugen eingeräumt und mitgeteilt, dass es bereits 528 Fahrzeuge ausgesondert habe. Damit würden jährlich 1,2 Mio. Euro an Betriebskosten eingespart. Weitere 190 Fahrzeuge stünden kurzfristig zur Aussonderung an. Neue Fahrzeuge will die Bundeswehr nunmehr bedarfsgerecht beschaffen. Dazu verzichte sie auf die Beschaffung von 135 geschützten Lkw im Wert von 54 Mio. Euro. Außerdem hat die Bundeswehr begonnen, die Typenvielfalt der Sanitätsfahrzeuge zu reduzieren.

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