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2007 Bemerkungen Nr. 89 - Bundeswehr sondert überzählige Fernmeldekabinen aus

Die Bundeswehr hat nach einer Empfehlung des Bundesrechnungshofes damit begonnen, über 1 300 nicht benötigte Fernmeldekabinen auszusondern. Zugleich hat sie darauf verzichtet, für 4,6 Mio. Euro 148 neue Kabinen zu beschaffen. Darüber hinaus wird sie ihren Bedarf an Fernmeldekabinen insgesamt überprüfen.
22.11.2007

Die Bundeswehr beschaffte seit Mitte der 70er-Jahre rund 12 000 Fernmeldekabinen. Dies sind besondere Container für militärische Telekommunikationssysteme (z. B. Funkanlagen), die zugleich als Arbeitsräume für das Bedienungspersonal dienen. Der Bundesrechnungshof beanstandete bereits im Jahre 1986, dass mehr Fernmeldekabinen als erforderlich beschafft worden waren und der überwiegende Teil ungenutzt in Gerätedepots lagerte. Das Bundesministerium der Verteidigung sagte daraufhin zu, die Beschaffungsplanung für die Kabinen zu verbessern.

Im Jahre 2005 prüfte der Bundesrechnungshof erneut den Bedarf und Bestand an Fernmeldekabinen. Dabei stellte er fest, dass die Bundeswehr trotz der Verringerung des Streitkräfteumfangs den aktuellen Bedarf immer noch nicht ermittelt hatte. Ungeachtet des dadurch verursachten Überbestandes war sogar geplant, neue Kabinen zu beschaffen.

Auf Empfehlung des Bundesrechnungshofes hat die Bundeswehr nunmehr

  • auf die Neubeschaffung verzichtet,
  • begonnen, nicht benötigte Kabinen auszusondern, und
  • angekündigt, ihren Bedarf an Fernmeldekabinen insgesamt dem geänderten Aufgaben- und Einsatzspektrum anzupassen.
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