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2007 Bemerkungen Nr. 90 - Marine legt nicht mehr benötigte Landungsboote vorzeitig still

Die Bundesmarine hat ihre letzten acht Landungsboote der Klasse 521 vorzeitig außer Dienst gestellt. Dadurch spart sie insgesamt rund 6 Mio. Euro Betriebsausgaben ein.
22.11.2007

Mitte der 60er-Jahre hatte die Bundesmarine 28 Landungsboote der Klasse 521 beschafft. 20 davon hatte sie in den 80er-Jahren außer Dienst gestellt, nachdem der ursprüngliche Verwendungszweck entfallen war; die restlichen acht überließ sie Marinestützpunkten und -schulen für Personen- und Materialtransporte. Diese Boote sollten bis zum Jahre 2010 genutzt werden, obwohl sie bei weitem nicht ausgelastet waren. So war z. B. eines von ihnen über mehrere Jahre hinweg durchschnittlich nur dreieinhalb Stunden pro Woche im Einsatz. Die Marine nutzte es vor allem für Gästetransporte bei Tagen der offenen Tür oder Hafenfesten. Allein die Ausgaben für Instandhaltung (Ersatzteile, Werftleistungen) und Betriebsstoffe beliefen sich auf rund 90 000 Euro je Boot und Jahr.

Der Bundesrechnungshof hat den Betrieb der Landungsboote seit dem Jahre 1999 wiederholt geprüft. Er hat aufgezeigt, dass der Einsatz unwirtschaftlich ist, zumal für gelegentliche Hafentransporte kostengünstigere Boote verwendet werden können. Aufgrund seiner Feststellungen und Empfehlungen sind die verbliebenen acht Boote in den Jahren 1999 bis 2007 in mehreren Schritten stillgelegt worden.

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