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2008 Bemerkungen Nr. 22 "Lehrkräftebedarf der Luftwaffenschulen zu hoch angesetzt"

Die Luftwaffe hat den Bedarf an Lehrkräften für ihre acht Schulen und Ausbildungseinrichtungen zu hoch angesetzt. Jährlich wären Einsparungen von mindestens 3 Mio. Euro möglich, wenn der Bedarf aller Schulen und Ausbildungseinrichtungen der Luftwaffe korrekt berechnet würde.
09.12.2008

Die Luftwaffe betreibt acht Schulen und Ausbildungseinrichtungen. Der Bedarf an Lehrkräften errechnet sich im Wesentlichen aus dem jährlichen Ausbildungsbedarf und der durchschnittlichen Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte, jeweils in Unterrichtsstunden.

Ein für alle militärischen Schulen geltendes Bundeswehrschulmodell legte im Jahre 1990 die jährliche Unterrichtsverpflichtung auf 888 Stunden fest. Inzwischen stieg die Jahresarbeitszeit deutlich; auch andere Einflussgrößen änderten sich. Das Bundesministerium der Verteidigung (Bundesministerium) wies zwar Ende 2006 eine entsprechende Neuberechnung (Erhöhung) der Unterrichtsverpflichtung im Zusammenhang mit der Überarbeitung des Bundeswehrschulmodells an. Diese Überarbeitung ist jedoch noch nicht abgeschlossen; die Höhe der Unterrichtsverpflichtung änderte sich bislang nicht.

Nach einer überschlägigen Schätzung des Bundesrechnungshofes ist durch die erwartete Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung allein für die Schulen und Ausbildungseinrichtungen der Luftwaffe mit einer deutlichen Verminderung des Lehrerbedarfs und so mit jährlichen Einsparungen von 2 Mio. Euro zu rechnen. Wenn zudem die Vorgaben zum Bundeswehrschulmodell flexibel die Besonderheiten der Luftwaffe berücksichtigen, sind weitere Einsparungen von 1 Mio. Euro jährlich möglich.

Das Bundesministerium lässt noch nicht erkennen, dass es die Überarbeitung des Bundeswehrschulmodells beschleunigen und auf die Besonderheiten der Luftwaffe eingehende flexible Vorgaben vorsehen will.

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