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2009 Bemerkungen - Weitere Prüfungsergebnisse Nr. 14 "Steuerliche Ungleichbehandlung bei Landwirten"

Das Einkommensteuergesetz sieht unterschiedliche Methoden der Gewinnermittlung bei Land- und Forstwirten vor. Bund und Ländern entstehen dadurch Steuermindereinnahmen.
15.04.2010

Ermitteln Landwirte ihre Gewinne nach Durchschnittssätzen, gelten Ausschüttungen aus Genossenschaftsbeteiligungen als mit dem Grundbetrag abgegolten. Sie finden somit beim zu versteuernden Ergebnis keine Berücksichtigung.

Landwirte, die ihren Gewinn durch Bestandsvergleich oder durch Einnahmenüberschussrechnung berechneten, erfassen diese Erträge gewinnwirksam.

Der typisierende Ansatz des Grundbetrags bei der Ermittlung des Gewinns nach Durchschnittssätzen bildet lediglich die gewöhnlichen Betriebsvorgänge der Landwirte ab. Außergewöhnliche Geschäftsvorfälle, wie z. B. Ausschüttungen von Genossenschaften, finden keine Berücksichtigung.

Dies führt zu einer ungleichmäßigen Besteuerung und zu Steuermindereinnahmen bei Bund und Ländern.

Der Bundesrechnungshof hat dem Bundesfinanzministerium daher empfohlen, auf eine Gesetzesänderung der Durchschnittssatzgewinnermittlung hinzuwirken. Danach sollten betriebliche Einnahmen aus Kapitalanlagen generell dem Gewinn nach Durchschnittssätzen hinzugerechnet werden.

 

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