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2009 Bemerkungen Nr. 49 "Bundespolizei verbessert Auswahlverfahren für Nachwuchskräfte"

Die Bundespolizei wird auf Empfehlung des Bundesrechnungshofes das Verfahren zur Einstellung von Nachwuchskräften für den Polizeivollzugsdienst neu gestalten. Verbesserte Abläufe und die zentrale Steuerung durch eine Behörde können die Verfahrenskosten erheblich senken.
08.12.2009

Die Bundespolizei führte bislang Auswahlverfahren für die Einstellung von Nachwuchskräften nicht bundeseinheitlich durch. Sie erfasste Bewerberdaten mehrfach und teilweise handschriftlich. Die Eignungsauswahlverfahren für den gehobenen Polizeivollzugsdienst dauerten vier Tage, obwohl die Bundespolizei die Bewerber nur rund zwölf Stunden prüfte. Prüfungsabschnitte, in denen erfahrungsgemäß viele Bewerber durchfielen, waren häufig nicht zu Beginn des Auswahlverfahrens angesiedelt. Bewerberdaten speicherte die Bundespolizei über den Zeitraum des Bewerbungsverfahrens hinaus bis zu fünf Jahre, um auf einen „Bewerber-Pool“ zurückgreifen zu können.

Der Bundesrechnungshof hat dem Bundesministerium des Innern und der Bundespolizei empfohlen, das Auswahlverfahren bundesweit zu vereinheitlichen und zu optimieren. Für das Bewerbermanagement sollte die Bundespolizei eine geeignete Software beschaffen, die Bewerbungen über das Internet ermöglicht (Online Bewerbung). Bei der Speicherung der Bewerberdaten sollte es das Bundesdatenschutzgesetz beachten, das eine Speicherung auf Vorrat grundsätzlich nicht zulässt.

Die Bundespolizei hat die Empfehlungen des Bundesrechnungshofes aufgegriffen und eine Behörde für Einstellungen bestimmt, die ein bundesweit einheitliches Verfahren der Personalgewinnung umsetzen soll. Sie hat zugesagt, das Auswahlverfahren zu überarbeiten und die Kosten zu senken. Zudem will sie das Bewerbermanagement verbessern und bei der Speicherung von Bewerberdaten künftig die Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes

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