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2011 Bemerkungen Nr. 37 "Bundesagentur für Arbeit sucht intensiver nach Stellen für Jugendliche unter 25 Jahren"

Die Bundesagentur für Arbeit lässt ihre örtlichen Agenturen auf Empfehlung des Bundesrechnungshofes regelmäßiger und systematischer nach Stellen für Jugendliche unter 25 Jahren suchen. Außerdem sollen die Agenturen die Wartezeiten auf ein erstes Beratungsgespräch verkürzen.
15.11.2011

Eine Kernaufgabe der Agenturen für Arbeit (Agenturen) ist es, Ausbildungs- und Arbeitsplätze zu vermitteln. Der Bundesrechnungshof prüfte die Vermittlung von Jugendlichen unter 25 Jahren. Er stellte fest, dass die jugendlichen Arbeitsuchenden durchschnittlich 24 Kalendertage auf ihr erstes Beratungsgespräch warten mussten. Jedem fünften Jugendlichen hatten die Agenturen keinen Vermittlungsvorschlag unterbreitet, obwohl diese durchschnittlich bereits rund vier Monate arbeitsuchend oder arbeitslos gemeldet waren.

Nach Auffassung des Bundesrechnungshofes kamen die Agenturen damit ihrem Vermittlungsauftrag nur unzureichend nach. Er hält es insbesondere bei Jugendlichen für wichtig, diese frühzeitig zu einem Beratungsgespräch einzuladen und in den Vermittlungsprozess einzubinden. Die Agenturen sollten möglichst verhindern, dass sich bei jugendlichen Arbeitsuchenden bereits zu Beginn des Berufslebens Arbeitslosigkeit verfestigt. Sie können damit die Dauer eines Bezuges von Lohnersatzleistungen verkürzen oder sogar vermeiden.

Auf Empfehlung des Bundesrechungshofes müssen die Agenturen Jugendliche künftig möglichst innerhalb von 14 Kalendertagen zu einem ersten Beratungsgespräch einladen und nach Stellenangeboten suchen. Durch Wiedervorlagen haben die Vermittlungsfachkräfte sicherzustellen, dass sie regelmäßig nach Stellen suchen. Die Führungskräfte in den Agenturen müssen bei ihrer Fachaufsicht überprüfen, ob diese Vorgaben umgesetzt werden.

 

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