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2012 Bemerkungen Nr. 88 "Rückläufige und ungleichmäßige Lohnsteuer-Außenprüfungen"

Der Anteil der Arbeitgeber, bei denen die Finanzämter eine Lohnsteuer-Außenprüfung durchführten, und die Steuermehreinnahmen aus diesen Prüfungen sind im Bundesdurchschnitt seit Jahren rückläufig. Der Anteil der geprüften Arbeitgeber und die Steuermehreinnahmen je Prüfung unterschieden sich zwischen den Ländern erheblich. Das Bundesfinanzministerium sollte diesen Entwicklungen entgegenwirken.
13.11.2012

Die Lohnsteuer ist eine der wichtigsten Einnahmequellen der öffentlichen Haushalte. Arbeitgeber müssen die Lohnsteuer vom Arbeitslohn ihrer Arbeitnehmer einbehalten und an die Finanzämter abführen. Die Lohnsteuer-Außenprüfung der Finanzämter kontrolliert dies bei den Arbeitgebern.

Der Anteil der Arbeitgeber, bei denen eine Lohnsteuer-Außenprüfung durchgeführt wurde, ging seit dem Jahr 2005 von 7,1 auf 5,4 % im Jahr 2010 zurück. Ebenso verringerten sich die Steuermehreinnahmen aus diesen Prüfungen im selben Zeitraum von 911 auf 787 Mio. Euro. Parallel dazu ist die Anzahl der Prüferstellen für die Lohnsteuer-Außenprüfung um 8,5 % gesunken.

Außerdem zeigte der Ländervergleich erhebliche Unterschiede bei der Lohnsteuer-Außenprüfung. Besonders der Anteil der geprüften Arbeitgeber und die Steuermehreinnahmen je Prüfung wichen stark voneinander ab. Je besser die Länder ihre Lohnsteuer-Außenprüfung mit Prüferinnen und Prüfern ausgestattet hatten, desto höher waren der Anteil der geprüften Arbeitgeber und in der Regel die Steuermehreinnahmen je Prüfung.

Das Bundesfinanzministerium sollte seine Bundesaufsicht über die Steuerverwaltung dazu nutzen, auf eine ausreichende und gleichmäßige Lohnsteuer-Außenprüfung hinzuwirken.

 

 

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