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2012 Bemerkungen Nr. 65 "Bundeswehr verzichtet auf eigene Rettungsdienstschulen und spart dadurch jährlich 1 Mio. Euro ein"

Der Bundesrechnungshof hat der Bundeswehr empfohlen, die Aus- und Fortbildung des Rettungsdienstpersonals zu den Bundeswehrkrankenhäusern zu verlagern und ihre Rettungsdienstschulen aufzulösen. So kann sie jährlich 1 Mio. Euro einsparen.
13.11.2012

Die Bundeswehr betrieb für die Aus- und Fortbildung ihres Rettungsdienstpersonals fünf eigenständige Rettungsdienstschulen. Sie bildeten Soldatinnen und Soldaten als Sanitäter, Ersthelfer im Sanitätsdienst und als Rettungsassistenten aus. Dies verursachte Personalkosten von 1,5 Mio. Euro jährlich. Das schuleigene Lehrpersonal verfügte über wenig Einsatzerfahrung und musste auf Ärzte aus den Bereichen Rettungsdienst/Notfallmedizin der Bundeswehrkrankenhäuser zurückgreifen. Die Rettungsdienstschulen arbeiteten intensiv mit den Bundeswehrkrankenhäusern zusammen. Nur dort konnte das Rettungsdienstpersonal realitätsnah ausgebildet werden und Erfahrungen in der Notaufnahme sammeln.

Der Bundesrechnungshof prüfte die Aus- und Fortbildung des Rettungsdienstpersonals der Bundeswehr und hat festgestellt, dass hohe Ausfälle von Lehrgängen an den Rettungsdienstschulen zu Überkapazitäten von Lehrpersonal und -material führten. Eine aufwendige Organisation von eigenständigen Rettungsdienstschulen war nach Auffassung des Bundesrechnungshofes nicht notwendig. Er hat dem Bundesverteidigungsministerium empfohlen, die fünf Rettungsdienstschulen aufzulösen und die Aus- und Fortbildung zu den Bundeswehrkrankenhäusern zu verlagern. So kann die Bundeswehr qualitativ besser ausbilden und mittelfristig bis zu 1 Mio. Euro jährlich einsparen.

Das Bundesverteidigungsministerium hat die Empfehlung des Bundesrechnungshofes aufgegriffen und die Auflösung der Rettungsdienstschulen angeordnet. Die Aus- und Fortbildung wird nun kostengünstiger in Ausbildungs- und Simulationszentren bei den Bundeswehrkrankenhäusern stattfinden.

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