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2012 Bemerkungen Nr. 66 "Bessere und kostengünstigere Rettungskette für Soldatinnen und Soldaten in Afghanistan "

Die Bundeswehr hat auf Empfehlung des Bundesrechnungshofes ungeeignete Notfunkgeräte im Afghanistan-Einsatz ersetzt. Sie stellt damit eine landesweit funktionsfähige Rettungskette für Notlagen ihrer Luftfahrzeugbesatzungen sicher.
13.11.2012

 

In Not geratene Luftfahrzeugbesatzungen müssen schnellstmöglich Rettungskräfte alarmieren. Sie führen daher im Einsatz Notsender mit, die im Notfall ihre Position an eine Rettungsleitstelle übermitteln. Die am Afghanistan-Einsatz beteiligten Nationen betreiben eine gemeinsame Rettungsleitstelle für das gesamte Land.

Die Bundeswehr beschaffte in den Jahren 2006 bis 2009 für 7,7 Mio. Euro 711 Notfunkgeräte, die nicht ausreichend kompatibel mit der Notfunkausstattung der verbündeten Streitkräfte waren. Im November 2009 stellte die gemeinsame Rettungsleitstelle in Afghanistan fest, dass die Notfunkgeräte nicht in die multinationale Rettungskette eingebunden werden konnten. Die Gebirgszüge im Einsatzgebiet schirmten die Funksignale ab und die Kommunikation über einen Satelliten war mit den deutschen Geräten nicht möglich. Das deutsche Einsatzkontingent in Afghanistan forderte daraufhin im Dezember 2009 als „Einsatzbedingten Sofortbedarf“ Notfunkgeräte des Modells neu zu beschaffen, das die verbündeten Streitkräfte verwendeten. Der Bedarf an neuen Notfunkgeräten war bis Mitte 2011 nicht gedeckt, da das Bundesverteidigungsministerium hierüber noch nicht abschließend entschieden hatte.

Auf Empfehlung des Bundesrechnungshofes hat die Bundeswehr nunmehr für Ersatz gesorgt. Sie nutzt fortan das gleiche Modell und die gleichen Verfahren wie die Verbündeten. Die ungeeigneten Funkgeräte setzt sie nicht mehr als Notsender ein.

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