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2013 Bemerkungen Nr. 78 "Umsatzsteuerkontrolle für Bauleistungen ausländischer Unternehmer wird verbessert"

Das Bundesfinanzministerium hat Empfehlungen des Bundesrechnungshofes zur Umsatzbesteuerung von Bauleistungen ausländischer Unternehmer aufgegriffen. Die Finanzämter werden danach künftig die Umsatzbesteuerung besser kontrollieren, mehr Informationen austauschen und verstärkt Außenprüfungen durchführen. So können Umsatzsteuerausfälle verhindert werden.
10.12.2013

Grundsätzlich schuldet in Deutschland der leistende Unternehmer die Umsatzsteuer für steuerpflichtige Leistungen. Bei Bauleistungen von ausländischen Unternehmern hat davon abweichend der Leistungsempfänger die Steuer auf die erhaltene Leistung zu zahlen.

Der Bundesrechnungshof prüfte in den vergangenen Jahren, wie diese Regelung wirkte. Er stellte fest, dass die Finanzämter Steuerausfälle nicht ausschließen konnten. Dies hatte im Wesentlichen folgende Ursachen:

  • Die Finanzämter versäumten es, Steuererklärungen von leistenden Unternehmern und Leistungsempfängern miteinander abzugleichen.
  • Die Finanzämter erkannten nicht, wenn Leistungsempfänger erhaltene Bauleistungen nicht oder nicht vollständig erklärt hatten.
  • Die Außenprüfungsdienste griffen die Umsatzbesteuerung von Bauleistungen nur in wenigen Fällen auf.

Das Bundesfinanzministerium hat dem Bundesrechnungshof zugestimmt, dass die Kontrolle der Umsatzbesteuerung von Bauleistungen ausländischer Unternehmer verbessert werden muss. Die Finanzbehörden der Länder sollen entsprechend dafür sorgen, dass die Finanzämter die Umsatzbesteuerung von Bauleistungen ausländischer Unternehmer intensiver kontrollieren.

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