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2014 Bemerkungen Nr. 33 "Wirtschaftlichkeit der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit noch nicht sichergestellt"

Der Bundesrechnungshof hat die Bundesagentur für Arbeit aufgefordert, die Wirtschaftlichkeit ihrer Hochschule zu verbessern. Er erwartet, dass die Bundesagentur für Arbeit eine angemessene Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zum Betrieb der Hochschule an zwei Standorten durchführt und auf dieser Grundlage über den Fortbestand der Standorte entscheidet.
02.12.2014

Die Bundesagentur für Arbeit (Bundesagentur) betreibt eine eigene Hochschule mit Sitz in Mannheim und einer Dependance in Schwerin. Dort bildet sie einen Teil ihrer Nachwuchskräfte in den Bachelor-Studiengängen „Arbeitsmarktmanagement“ oder „Beschäftigungsorientierte Beratung und Fallmanagement“ aus.

Neben der Ausbildung von Nachwuchskräften plant die Bundesagentur, als Weiterbildung einen Master-Studiengang an der Hochschule anzubieten.

Die Hochschule nimmt auch Forschungsaufgaben wahr. Bei der Bundesagentur ist hierfür hauptsächlich ihre Forschungseinrichtung, das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), zuständig.

Der Bundesrechnungshof stellte fest, dass die Hochschulverwaltung und die Gebäudefläche zu groß waren. Der Betrieb zweier Hochschulstandorte war aufwendig. Deshalb waren die Ausgaben je Studierendem an der Hochschule der Bundesagentur mehr als doppelt so hoch wie an anderen Fachhochschulen der Länder. Untersuchungen und Begründungen, warum ein Master-Studiengang notwendig sein soll, fehlten. Auch stimmte die Bundesagentur die Forschung an der Hochschule kaum mit der am IAB ab.

Die Bundesagentur ist den Empfehlungen des Bundesrechnungshofes nur teilweise gefolgt. Sie will die Hochschulverwaltung überprüfen und verkleinern. Außerdem hat sie ein Konzept zur akademischen Weiterbildung erstellt. Damit hat sie begründet, weshalb ein Master-Studiengang für ihre Personalentwicklung notwendig ist. Überdies wird die Bundesagentur die Forschungstätigkeit an der Hochschule mit der am IAB besser abstimmen.

Zum Betrieb der Hochschule an zwei Standorten hat die Bundesagentur eine Kosten-Nutzen-Betrachtung durchgeführt. Diese zeigt, dass der Betrieb an nur einem Standort geringere Kosten verursacht als die derzeitige Lösung. Dennoch will sie an zwei Standorten festhalten, weil sie hierin qualitative Vorteile sieht. So seien zwei Standorte attraktiv für Studierende, die aus dem gesamten Bundesgebiet kommen.

Der Bundesrechnungshof sieht einen wirtschaftlichen Betrieb der Hochschule noch nicht gewährleistet. Die Bundesagentur ist in der Pflicht nachzuweisen, ob zwei Standorte für ihre Hochschule weiterhin notwendig sind. Er fordert die Bundesagentur auf, die hierfür erforderlichen Schritte einzuleiten.

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