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2014 Bemerkungen Nr. 52 "Bundeswehr bewirtschaftet Munitionsbestände besser"

Die Bundeswehr hat nach mehrfachen Hinweisen des Bundesrechnungshofes auf Mängel in ihrer Munitionsbewirtschaftung reagiert. Sie überarbeitete ihre Bedarfsermittlungen für Munition und stoppte nicht notwendige Beschaffungen. Gegen die Korrosion von Handwaffenmunition traf sie Vorkehrungen.
02.12.2014

Die Bundeswehr beschaffte Munition auf der Grundlage des Bedarfs, den die Streitkräfte meldeten. Der gemeldete Bedarf beruhte auf Annahmen. Bei verbrauchsintensiven Munitionskalibern lagen die Annahmen regelmäßig zu hoch. In den Jahren 2001 bis 2007 hatte der Bundesrechnungshof wiederholt auf die Schwachstellen dieser Bedarfsermittlung hingewiesen. Zudem hatte er Mängel bei der Munitionsbewirtschaftung sowie Munitionslagerung und deren Überwachung aufgezeigt.

Der Bundesrechnungshof prüfte im Jahr 2012 erneut die Verfahren der Munitionsbewirtschaftung. Er stellte fest, dass die Bundeswehr die Mängel noch nicht behoben hatte. Die schon früher kritisierte Munitionsbeschaffung auf der Grundlage von Annahmen führte noch immer zu überhöhten Beschaffungen. In mehreren Fällen meldeten die Streitkräfte einen vielfach höheren Bedarf an Handwaffenmunition an, als sie tatsächlich verbrauchten.

Die überhöhten Munitionsbeschaffungen führten zu überlangen Lagerzeiten. Zusammen mit einer nicht sachgerechten Lagerung der Munition entstanden Korrosionsschäden an verschiedenen Sorten von Handwaffenmunition. Auch eine Munitionsüberwachung verhinderte diese nicht.

Das BMVg hat das vom Bundesrechnungshof seit Langem aufgezeigte Optimierungspotenzial endlich aufgegriffen. Es hat Lösungen erarbeitet, die es beim Umgang mit Bedarfsmeldungen der Streitkräfte sowie bei der Munitionsbewirtschaftung umsetzen will. Auch hat es bei den Lagerbedingungen, den Verpackungen und der Munitionsüberwachung Verbesserungen in Aussicht gestellt. Damit sollen Korrosionsschäden künftig vermieden werden. Der Bundesrechnungshof wird die weitere Entwicklung beobachten.

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