Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge

Sektionen
Prüfungsergebnisse
Sie sind hier: Startseite / Prüfungsergebnisse / Produkte / Bemerkungen (Jahresberichte) / Jahresberichte / 2015 - Weitere Prüfungsergebnisse / Einzelplanbezogene Prüfungsergebnisse / Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur / 2015 Bemerkungen - Weitere Prüfungsergebnisse Nr. 04 "Überladene Lastkraftwagen gefährden die Verkehrssicherheit und verursachen jährlich Schäden in dreistelliger Millionenhöhe"

Artikelaktionen

2015 Bemerkungen - Weitere Prüfungsergebnisse Nr. 04 "Überladene Lastkraftwagen gefährden die Verkehrssicherheit und verursachen jährlich Schäden in dreistelliger Millionenhöhe"

Überladene Lkw gefährden die Verkehrssicherheit, beeinträchtigen den Wettbewerb und schädigen den Straßenaufbau erheblich. Würde das BMVI Überladungen wirksam bekämpfen, könnte jährlich ein dreistelliger Millionenbetrag für die Erhaltung der Bundesfernstraßen eingespart werden.
20.04.2016

Eine Lkw-Achse mit zehn Tonnen Gewicht schädigt den Straßenaufbau etwa 10 000 Mal stärker als eine Pkw-Achse mit einer Tonne Gewicht. Bei überladenen oder falsch beladenen schweren Lkw entsteht ein unverhältnismäßig hoher Erhaltungsaufwand, da die Belastung des Straßenaufbaus mit der Achslast überproportional steigt. Seit dem Jahr 1997 soll die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) im Auftrag des BMVI an Bundesautobahnen ein flächendeckendes Netz von 80 Achslastmessstellen aufbauen. Die Messdaten sollen auch vom Bundesamt für Güterverkehr (BAG) für die Überladungskontrollen schwerer Lkw genutzt werden können.

Der Bundesrechnungshof hat mit Unterstützung der Prüfungsämter des Bundes Hamburg und Berlin festgestellt, dass das BMVI das Messstellennetz nicht wie beabsichtigt errichtet hat. Es sind lediglich 41 Messstellen realisiert, die zudem sehr störanfällig sind. Darüber hinaus verfügte das BAG im Jahr 2014 nur über drei nutzbare Kontrollplätze. Schon im Jahr 2003 hatte die BASt ermittelt, dass die jährlichen Erhaltungskosten der Fahrbahnen der Bundesfernstraßen erheblich sinken könnten, wenn Überladungen weitestgehend vermieden würden. Ein jährliches Einsparpotenzial in dreistelliger Millionenhöhe wäre die Folge.

Der Bundesrechnungshof hat die unzureichenden Kontrollen schwerer Lkw, bedingt durch den schleppenden Ausbau des störanfälligen Messstellennetzes sowie die wenigen intakten Kontrollplätze, kritisiert. Er erwartet, dass das BMVI seine Anstrengungen erhöht und unverzüglich für weitere funktionierende Achslastmessstellen und Kontrollplätze sorgt.

abgelegt unter: , ,
© 2019 Bundesrechnungshof