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Bemerkungen 2016 Band II - Ideenmanagement der Bundesverwaltung und Kontinuierliches Verbesserungsprogramm der Bundeswehr

Die Ideen der Beschäftigten sind eine wichtige Quelle für Verbesserungsmöglichkeiten. Das Ideenmanagement der Bundesverwaltung und das Kontinuierliche Verbesserungsprogramm der Bundeswehr sollen Ideen fördern und für Verbesserungen nutzbar machen. Die Beteiligung am Ideenmanagement der Bundesverwaltung war gering und insgesamt rückläufig. Nur wenige der eingereichten Ideen wurden umgesetzt. In einigen Behörden dauerte die Bearbeitung der eingereichten Ideen deutlich zu lange. Im Kontinuierlichen Verbesserungsprogramm der Bundeswehr konnte trotz zurückgehender Beschäftigtenzahlen die Anzahl der Verbesserungsvorschläge in etwa gehalten werden. Das Bundesministerium des Innern sollte das Ideenmanagement der Ressorts künftig stärker unterstützen.
25.04.2017

Die Ideen der Beschäftigten sind eine wichtige Quelle, um die Arbeit der öffentlichen Verwaltung zu verbessern. Das Ideenmanagement der Bundesverwaltung und das Kontinuierliche Verbesserungsprogramm (KVP) der Bundeswehr sollen Ideen fördern und für Verbesserungen nutzbar machen. Der Rechnungsprüfungsausschuss des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages (Rechnungsprüfungsausschuss) ließ sich im Jahr 2010 über das Ideenmanagement der Bundesverwaltung und das KVP der Bundeswehr berichten. Anschließend forderte er die Bundesverwaltung und die Bundeswehr dazu auf, beides weiter zu verbessern. Er bat den Bundesrechnungshof, zu gegebener Zeit eine Kontrollprüfung durchzuführen.

Vor diesem Hintergrund untersuchte der Bundesrechnungshof in drei Kontrollprüfungen

  • das Ideenmanagement in der Bundesverwaltung querschnittlich,
  • das KVP der Bundeswehr sowie
  • die Aktivitäten des Bundesministeriums des Innern (BMI) zur Förderung des Ideenmanagements in den Ressorts.

Der Bundesrechnungshof stellte fest, dass die Beteiligung am Ideenmanagement sehr gering war. Bei den meisten Behörden ging die Beteiligung in den letzten Jahren zurück. In einigen Behörden war der Umgang mit den eingereichten Verbesserungsvorschlägen selbst verbesserungswürdig. Teilweise dauerte es sehr lange, bis über die Umsetzung entschieden wurde. So warteten Beschäftigte einer großen Bundesbehörde im Durchschnitt 42 Wochen, bis sie wussten, ob ihr Verbesserungsvorschlag umgesetzt werden sollte. Der Bundesrechnungshof hat den Behörden Hinweise gegeben, wie sie Verbesserungsvorschläge schneller bearbeiten können.

In den meisten der geprüften Behörden wurden 80 bis 90 % aller eingereichten Verbesserungsvorschläge abgelehnt; häufig weil sie nicht neu waren. Der Bundesrechnungshof hat empfohlen, die Transparenz des Ideenmanagements zu verbessern, um die Ablehnungsquote zu reduzieren.

Beim KVP der Bundeswehr konnte die Anzahl der Verbesserungsvorschläge trotz zurückgehender Beschäftigtenzahlen in etwa gehalten werden. Die Bearbeitung der Verbesserungsvorschläge dauerte durchschnittlich etwa 25 Wochen. Der Bundesrechnungshof hat dies als noch zu lang angesehen.

Das BMI hat die Aufgabe, alle Ressorts bei ihrem Ideenmanagement zu unterstützen. Dazu hatte es in der Vergangenheit u. a. jährliche Treffen der für das Ideenmanagement zuständigen Entscheidungsträger des Bundes organisiert und den Stand des Ideenmanagements evaluiert. Solche unterstützenden Aktivitäten stellte das BMI in den letzten Jahren nahezu vollständig ein. Im Zuge der Prüfung des Bundesrechnungshofes hat das BMI angekündigt, das Ideenmanagement erneut zu evaluieren. Es hat vor, auf dieser Grundlage über die weitere Entwicklung des Ideenmanagements zu entscheiden.

Der Rechnungsprüfungsausschuss hat den Bericht des Bundesrechnungshofes am 24. Juni 2016 zustimmend zur Kenntnis genommen. In seinem Beschluss hat er die Behörden der Bundesverwaltung aufgefordert, ihr Ideenmanagement zu verbessern. Dem BMI hat er aufgetragen, ihm bis zum 31. Dezember 2017 über die Ergebnisse der Evaluation und die weitere Entwicklung des Ideenmanagements in der Bundesverwaltung zu berichten.

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