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2016 Bemerkungen Band II Nr. 31 - Steuerliche Erfassung von Unternehmensverkäufen wird verbessert

Das BMF hat auf Empfehlung des Bundesrechnungshofes eine Erklärungspflicht für Unternehmensverkäufe eingeführt. Die Finanzämter können sie dadurch besser steuerlich erfassen. Daneben wird das BMF das Risikomanagement erweitern. Die Finanzämter haben damit wirksame Instrumente, um das Umsatzsteueraufkommen bei Unternehmensverkäufen zu sichern.
25.04.2017

Für Unternehmensverkäufe, z. B. die Veräußerung eines Gewerbebetriebs oder eines vermieteten Gebäudes, gibt es eine steuerliche Begünstigung. Für sie hat der Unternehmer keine Umsatzsteuer zu zahlen, wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen. So muss beispielsweise das Unternehmen als Ganzes verkauft werden. Werden lediglich einzelne Wirtschaftsgüter verkauft, sind die Veräußerungsvorgänge zu versteuern. Die Finanzämter müssen bei Unternehmensverkäufen genau prüfen, ob Steuern zu zahlen sind – sowohl auf Seiten des Verkäufers als auch auf Seiten des Erwerbers.

Der Bundesrechnungshof stellte erhebliche Mängel bei der Bearbeitung von steuerbegünstigten Unternehmensverkäufen durch die Finanzämter fest. Beispielsweise erkannten die Finanzämter die Unternehmensverkäufe erst gar nicht, weil das Formular zur Umsatzsteuererklärung hierfür keine Kennzahl vorsah. Oder sie prüften die Unternehmensverkäufe nicht ausreichend und gaben Informationen hierüber nicht an andere Finanzämter weiter.

Der Bundesrechnungshof hat kritisiert, dass hierdurch Steuern ausfallen. Er hat dem BMF empfohlen, die Finanzämter stärker zu sensibilisieren und Unternehmensverkäufe steuerlich besser zu erfassen. Außerdem sollte das BMF ein wirksames Risikomanagement entwickeln.

Das BMF ist den Empfehlungen des Bundesrechnungshofes gefolgt. Seit dem Jahr 2016 sind Unternehmensverkäufe verpflichtend in der Umsatzsteuererklärung anzugeben. Das BMF hat zudem angekündigt, das Risikomanagement zu erweitern.

 

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