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2016 Bemerkungen Band I Nr. 39 - Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hält an der Förderung einer ungeeigneten Pilotanlage für den Containerumschlag fest

Das BMVI hält daran fest, eine neuartige Anlage für den Containerumschlag als Pilotanlage zu fördern, obwohl sie sich hierfür nicht mehr eignet. Zusätzlich fördert es eine zweite Anlage, die einen wesentlich schnelleren und kostengünstigeren Pilotbetrieb ermöglicht. Das BMVI sollte seine Förderung auf diese Anlage beschränken und die ungeeignete Anlage zunächst nicht weiter mit Bundesmitteln finanzieren.
15.11.2016

Das BMVI fördert den Neu- und Ausbau von Anlagen für den Containerumschlag. Dort laden Kräne Container von einem Transportmittel auf das andere um. Ein neuartiger, noch nicht erprobter Anlagentyp sind sogenannte MegaHubs. Diese hochleistungsfähigen Anlagen sollen neben dem konventionellen Umschlag von Containern zwischen Güterzügen und Lastkraftwagen zusätzlich den schnellen Umschlag zwischen Güterzügen ermöglichen.

Das BMVI will nahezu zeitgleich zwei MegaHubs an den Standorten Lehrte und Duisburg finanzieren. Es ist bisher nicht nachgewiesen, dass solche Anlagen wirksam und wirtschaftlich sind. Dies ist zunächst durch den Betrieb einer Pilotanlage zu überprüfen. Der Bundesrechnungshof hat darauf hingewiesen, dass sich die Anlage in Lehrte wegen veränderter Rahmenbedingungen nicht mehr als Pilotanlage eignet. Er hat aufgezeigt, dass mit der Anlage in Duisburg wesentlich schneller und kostengünstiger erprobt werden kann, ob MegaHubs wirksam und wirtschaftlich sind. Der Bundesrechnungshof hat das BMVI daher aufgefordert, sich auf die Förderung der Anlage in Duisburg als Pilotanlage zu beschränken und den MegaHub in Lehrte zunächst nicht weiter mit Bundesmitteln zu finanzieren.

 

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