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2017 Bemerkungen - Ergänzungsband Nr. 07 "Schlechtes Projektmanagement verzögert und verteuert Modernisierung von Fregatten gravierend"

Die Bundeswehr hat bei der Modernisierung von IT-Systemen auf Schiffen Fehler im Projektmanagement gemacht. In der Folge hat sich die Modernisierung um mehrere Jahre verzögert. Die Kosten pro Schiff haben sich von 6 auf 30 Mio. Euro verfünffacht.
24.04.2018

Die Bundeswehr steuert Sensoren (z. B. Radaranlagen) und Waffen auf ihren Schiffen mit IT-Systemen (Einsatzsysteme). Zivile Auftragnehmer modernisieren diese Einsatzsysteme regelmäßig. Bei der Modernisierung machte die Bundeswehr Fehler im Projektmanagement:

  • Sie beschrieb die Leistung nicht hinreichend im Vertrag.
  • Sie richtete kein effektives Qualitätsmanagement ein.
  • Sie vereinbarte, wesentliche Bestandteile des Einsatzsystems erst nach der Abnahme zu testen.


Durch Fehlentwicklungen und Nachforderungen verzögerte sich die Modernisierung um Jahre. Die Kosten stiegen von 69 auf 120 Mio. Euro. Da die Bundeswehr statt der geplanten zwölf Schiffe nur vier modernisierte, erhöhten sich die Kosten pro Schiff um das Fünffache. Die Bundeswehr konnte den Auftragnehmer dafür nicht belangen, weil sie die Leistung im Vertrag unzureichend beschrieben hatte.

Das BMVg hat die Fehlentwicklungen überwiegend auf mangelhafte Leistungen des Auftragnehmers zurückgeführt. Es will sein Projektmanagement aber verbessern.

Der Bundesrechnungshof sieht Mängel in der Gestaltung von Verträgen bei der Marine, die über diesen Einzelfall hinausgehen.

Der Bundesrechnungshorf hat empfohlen, bei künftigen Rüstungsprojekten ein besseres Projektmanagement sicherzustellen. So sind die durch den Auftragnehmer zu erbringenden Leistungen eindeutig zu beschreiben und ein ausreichendes Qualitätsmanagement zu vereinbaren. Außerdem sollte die Bundeswehr Schiffe vor der Abnahme intensiver testen. Dadurch könnte sie auch besser reagieren, falls ein Auftragnehmer mangelhaft leistet.

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