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2017 Bemerkungen Nr. 05 - IT-Projekt der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder fast viermal teurer als geplant

Die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder hat ein unwirtschaftliches IT-Projekt durchgeführt. Für das Einführen eines neuen technischen Verbundes von Hard- und Software-Komponenten hat sie doppelt so lange wie geplant benötigt. Die Kosten haben sich von 30 Mio. Euro auf 115 Mio. Euro nahezu vervierfacht. Das BMF, das die Aufsicht über die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder ausübt, sollte überwachen, dass sich diese Probleme bei künftigen IT-Projekten nicht wiederholen.
12.12.2017

Ein technischer Verbund von Hard- und Software-Komponenten, auf dem Anwendungsprogramme entwickelt und ausgeführt werden können, wird als IT-Plattform bezeichnet. Die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) entschied, ihre nicht länger einsetzbare IT-Plattform zu erneuern. Einige Vorprojekte führte sie im Jahr 2007 im Projekt „Phoenix“ zusammen; dieses sollte 30 Mio. Euro kosten und Ende 2009 abgeschlossen sein.

Im Projektverlauf stellte die VBL fest, dass sie einige fachliche Anforderungen mit der neuen IT-Plattform nicht wie geplant umsetzen konnte. Der Bundesrechnungshof führt dies darauf zurück, dass die VBL ihre fachlichen Anforderungen vor Projektbeginn nur unzureichend festlegte. Das Projekt verlängerte sich dadurch bis Ende des Jahres 2012. Die Projektkosten stiegen in dieser Zeit auf 115 Mio. Euro. Hierzu trug auch bei, dass die VBL vor, während und zum Abschluss des Projekts stets nur eine IT-Lösung betrachtete. Verfügbare Handlungsalternativen, die ein wirtschaftliches Vorgehen ermöglicht hätten, berücksichtigte die VBL nicht.

Das BMF wird angesichts der festgestellten gravierenden Probleme seine Aufsicht bei künftigen Projekten stärker ausüben müssen.

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