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2018 Bemerkungen Nr. 27 - Einsatzbereitschaft der Kurzwellen-Funktrupps mangelhaft: Bundeswehr fehlt Personal und moderne Technik

13.11.2018

Zusammenfassung

Kurzwellen-Funktrupps (Trupps) verfügen über Systeme zur landgebundenen Funkübertragung. Sie sollen die Führungsfähigkeit der Bundeswehr erhalten, wenn die anderen Kommunikationsmittel ausfallen oder gestört werden.

Der Bundesrechnungshof kritisierte im Jahr 2009 die mangelnde Einsatzbereitschaft der über 500 Trupps beim Heer und bei der Streitkräftebasis. Außerdem beanstandete er, dass für diese Trupps Fachpersonal fehlt. Das BMVg sagte im Jahr 2010 Besserung zu. Bis zum Jahr 2017 reduzierte die Bundeswehr zwar die Zahl der Trupps deutlich, allerdings war deren Einsatzbereitschaft unverändert mangelhaft. Einen großen Teil des nicht mehr benötigten Materials verwertete die Bundeswehr nicht, sondern lagerte es ein.

Die wenigen einsatzbereiten Trupps nutzten Heer und Streitkräftebasis bei ihren mandatierten Auslandseinsätzen nicht, weil andere Technologien verfügbar waren, die Trupps zu viel Transportraum benötigen und Kurzwellenfunk nur eine geringe Datenübertragungsrate bietet. Der Bundesrechnungshof sieht daher keinen Bedarf, diese Trupps mit der aktuellen Ausstattung weiter vorzuhalten.

Gleichwohl will das BMVg die vorhandenen Trupps bis zur Verfügbarkeit einsatztauglicher Nachfolgesysteme vorhalten. Allerdings hat es erst jetzt begonnen, sich mit der Planung solcher Nachfolgesysteme auseinanderzusetzen. In wie vielen Jahren diese verfügbar sein werden, ist daher nicht absehbar.

Der Bundesrechnungshof erwartet, dass die Bundeswehr

  • ausgesondertes Material rasch verwertet,
  • nur noch wenige Trupps zum Kompetenzerhalt für die Erprobung des Nachfolgesystems vorhält und
  • umgehend funktionale Forderungen erarbeitet und die weiteren längst überfälligen Schritte zur Bedarfsdeckung mit einsatztauglichen Nachfolgesystemen einleitet.
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