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2006 BWV - Band 14 - Einsatz externer Berater in der Bundesverwaltung -

Empfehlungen zum wirtschaftlichen Einsatz externer Berater in der Bundesverwaltung; 1. Auflage, 2006 ISBN 978-3-17-019783-1
01.11.2006

Vorwort

Die öffentliche Verwaltung nutzt seit Jahren in zunehmendem Maße die Unterstützung externer Berater. Sie tut dies insbesondere dort, wo neuartige und komplexe Aufgaben zu bewältigen sind, moderne technische und wirtschaftliche Entwicklungen nutzbar gemacht werden sollen oder strukturelle Anpassungen an veränderte Rahmenbedingungen zu vollziehen sind. Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater entfällt nach einer deutlichen Zunahme im Jahr 2005 knapp ein Zehntel des in diesem Bereich erzielten Umsatzes auf den öffentlichen Sektor.

Der Bundesrechnungshof hat in den zurückliegenden Jahren den Einsatz externer Berater im Bereich der Bundesverwaltung sowohl querschnittlich als auch einzelfallbezogen untersucht. Dabei hat er festgestellt, dass gewisse Fehler immer wieder vorkommen, unabhängig von der Form der Beratung und der Art der Verwaltung.

Häufig war neben Fehlern im Vergabeverfahren zu beanstanden, dass weder die Notwendigkeit noch die Wirtschaftlichkeit von Beratungsprojekten ausreichend geprüft und sichergestellt war. Gerade hierin sieht der Bundesrechnungshof jedoch die wesentliche Voraussetzung für einen ordnungsgemäßen Umgang mit diesem Instrument. Die im Vorfeld einer möglichen Einbeziehung externen Sachverstands notwendigen Arbeitsschritte werden von vielen Verantwortlichen zwar als aufwendig und unbequem empfunden. Sie sind gleichwohl die beste Garantie gegen die Risiken einer Fehlleitung öffentlicher Mittel.

Der vorliegende Bericht unterbreitet Vorschläge für ein wirtschaftliches und transparentes Verfahren beim Einsatz externer Berater und geht dabei auf die vom Bundesrechnungshof vorgefundenen typischen Mängel und Fehler ein. Kombiniert mit praxisorientierten Hinweisen richtet sich diese Veröffentlichung als Arbeitshilfe an alle Verwaltungen, die Entscheidungen über die Einbindung externen Sachverstands zu treffen haben.

In vielerlei Hinsicht gelten die nachfolgenden Erkenntnisse und Empfehlungen über die untersuchten Formen der externen Beratung hinaus auch für andere Formen der Inanspruchnahme privatwirtschaftlich erbrachter Leistungen. In allen Fällen sind Notwendigkeit, Wirtschaftlichkeit, Erfolgskontrolle und die Beachtung des Wettbewerbs zwischen verschiedenen Leistungsanbietern grundlegende Prinzipien des Verwaltungshandelns.

Bonn, im November 2006
Prof. Dr. Dieter Engels Präsident des Bundesrechnungshofes als Bundesbeauftragter für Wirtschaftlichkeit in der Verwaltung


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