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2009 PM - Ansätze zu einem Risikomanagement in der Bundesverwaltung

12.11.2009

0 Zusammenfassung

0.1
Der Bundesrechnungshof hat in der Bundesverwaltung bereits vorhandene Ansätze zu einem behördlichen Risikomanagement geprüft. Hierbei hat er festgestellt:

0.2
Der unter dem Begriff Risikomanagement zusammengefasste, bewusste und systematische Umgang mit den Risiken der behördlichen Arbeit ist bereits jetzt Teil der Leitungsverantwortung. (Tz. 3.7)

0.3
Der Risikobegriff, der den Regelungen für Teile der Privatwirtschaft zugrunde liegt, ist für den überwiegenden Teil der Bundesverwaltung nicht unmittelbar übertragbar und muss abweichend definiert werden. (Tz. 3.2)

0.4
Regelungen zur Risikobefassung in der Bundesverwaltung sind ganz überwiegend einzelfallbezogen oder auf die Erledigung bestimmter fachlich abgegrenzter Aufgaben ausgerichtet. Den bislang anzutreffenden behördenindividuellen Ansätzen zu einem Risikomanagement liegen weder ein einheitliches Risikoverständnis noch ein einheitliches Konzept zugrunde. Sie beruhen überwiegend auf Eigeninitiativen der jeweiligen Behörden. (Tzn. 3.1 und 6.1)

0.5
Häufig beschränkt sich die Risikobefassung auf Teilaspekte der behördlichen Tätigkeit und verzichtet auf einen umfassenden Ansatz. (Tz. 3.1)

0.6
Die Rolle eines Risikomanagements im Gesamtgefüge der Steuerungsinstrumente ist nicht einheitlich definiert. (Tz. 6.2)

0.7
Risikomanagement wird bei der Ausübung von Fachaufsicht nur eingeschränkt als Unterstützung herangezogen (Tz. 6.4).

0.8
Initiativen im Ausland und bei der Europäischen Union belegen, dass ein ganzheitliches behördliches Risikomanagement machbar ist. (Tzn. 5 und 6.5)

0.9
Ein einheitlicher Standard für ein Risikomanagement der Bundesbehörden würde den bewussten Einsatz des Instruments wesentlich fördern und erleichtern.

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