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72. Sitzung des UN Board of Auditors: 28 Prüfberichte verabschiedet

Die 72. Ordentliche Sitzung des UN Board of Auditors fand am 24. und 25. Juli 2018 in New York statt. Im Mittelpunkt der Sitzung stand dabei die Verabschiedung von 28 Prüfberichten. Als Mitglied des Board nahm Präsident Scheller an der Sitzung teil. Er stellte dabei auch Berichte über die Organisationen der Vereinten Nationen (VN) vor, für deren Prüfung der Bundesrechnungshof (BRH) federführend war: „Für sämtliche Jahresabschlüsse der von uns geprüften Institutionen schlagen wir die Erteilung uneingeschränkter Testate vor“, sagte Präsident Scheller.

28 Prüfberichte verabschiedet

Präsident Scheller und die beiden anderen Board-Mitglieder aus Indien (Comptroller and Auditor General Rajiv Mehrishi) und Tansania (Controller and Auditor General Prof. Mussa Juma Assad) verabschiedeten insgesamt 28 Prüfungsberichte. Prüfungsgegenstand waren insbesondere die Jahresabschlüsse von Organisationen, Fonds und Programmen zum 31. Dezember 2017 (ohne den bereits im Januar 2018 verabschiedeten Bericht zu den Friedensmissionen). Die Prüfberichte verabschiedete das Board einvernehmlich.

 Das Board unterzeichnete 28 Prüfberichte
Das Board unterzeichnete 28 Prüfberichte.

Weitere Einzelheiten über die während der Sitzung verabschiedeten Berichte enthält die Presseerklärung der VN.

Nach weiteren Beratungen in VN-Gremien ist eine Veröffentlichung der Prüfungsberichte für August/September 2018 geplant.

 

Chile übernimmt für Tansania

Turnusmäßig kam es bei der 72. Ordentlichen Sitzung des UN Board of Auditors zu einem Wechsel in der Zusammensetzung des Board: Nach sechsjähriger Amtszeit schied der tansanische Auditor General Prof. Mussa Juma Assad aus dem Board aus. Ihn verabschiedete Präsident Scheller und dankte ihm für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen zwei Jahren. Auf den Controller and Auditor General Tansanias folgt der chilenische Comptroller General Jorge Bermúdez Soto als neues Mitglied des Board. Präsident Scheller begrüßte seinen chilenischen Amtskollegen in dessen neuer Funktion: „Vor zwei Jahren befanden wir uns in derselben Situation wie Sie heute“, erinnerte Scheller. „Ich darf Ihnen versichern, dass sich das mit dem Board of Auditors der Vereinten Nationen verbundene Engagement lohnt. Das Mandat bietet einmalige Chancen, sowohl für die im Board vertretenen Rechnungskontrollbehörden als auch für die Prüferinnen und Prüfer persönlich. Zusammen leisten wir einen wichtigen Beitrag zu einer wirtschaftlichen Mittelverwendung und damit auch zur Erfüllung der bedeutenden Ziele der Vereinten Nationen. Ich freue mich auf die künftige Zusammenarbeit mit Ihnen.“

 Präsident Scheller und sein chilenischer Amtskollege Comptroller General Jorge Bermúdez Soto
Präsident Scheller und sein chilenischer Amtskollege Comptroller General Jorge Bermúdez Soto

 

Änderungen im Prüfungsportfolio des Bundesrechnungshofes

Die personelle Neubesetzung im Board of Auditors ging mit Veränderungen im Prüfungsportfolio des Bundesrechnungshofes einher.

Der BRH hat zum Juli 2018 kleinere Mandate abgegeben und dafür mit dem Entwicklungsprogramm UNDP (United Nations Development Programme) eine der wichtigsten Organisationen im System der VN übernommen. UNDP ist zuständig für die Entwicklungshilfe in den Bereichen demokratische Regierungsführung, Armutsbekämpfung, Krisenprävention sowie Energie und Umwelt. Die Organisation hat ihren Hauptsitz in New York und arbeitet in 170 Staaten. Der BRH deckt damit zusammen mit den Friedensmissionen UN PKO sowie dem Flüchtlingshilfswerk UNHCR zentrale Bereiche der VN ab. Das Volumen der vom BRH geprüften Ausgaben beläuft sich auf insgesamt rund 15 Mrd. US-Dollar. Das aktuelle Prüfungsportfolio des Bundesrechnungshofes finden Sie hier.

Gespräche zum VN-Reformprozess

Präsident Scheller führte in New York zudem Gespräche mit ranghohen Vertretern der VN. So diskutierte er mit Under-Secretary-General Jan Beagle den aktuellen Stand der Reformen des VN-Generalsekretärs und die Rolle des Board of Auditors im Reformprozess. „Ich begrüße es, dass die Reformvorschläge im Kern bereits von uns gewonnene Prüfungserkenntnisse berücksichtigen“, erläuterte Präsident Scheller. „Die Vereinten Nationen müssen sicherstellen, dass sie die ihr zur Verfügung gestellten Finanzmittel wirtschaftlich einsetzen und gleichzeitig ein Höchstmaß an Transparenz gewährleisten.“

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