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UN Board of Auditors trifft Generalsekretär Guterres

Anlässlich der 71. Ordentlichen Sitzung des UN Board of Auditors trafen die Mitglieder des UN Board of Auditors den neuen Generalsekretär der Vereinten Nationen (VN), Herrn António Guterres. Er erläuterte Präsident Kay Scheller (Bundesrechnungshof), Auditor-General Shashi Kant Sharma (Indien) und Auditor-General Prof. Mussa Juma Assad (Tansania) dabei seine Agenda für die VN.

 Treffen des Board mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres

Treffen des Board mit dem Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres
(von links nach rechts: Präsident Kay Scheller; Prof. Mussa Juma Assad, Controller and Auditor-General, Tansania; Shashi Kant Sharma, Comptroller and Auditor General, Indien; António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen; Maria Luiza Ribeiro Viotti, Kabinettschefin des Generalsekretärs)

Herr Guterres, seit 1. Januar 2017 im Amt, stellte dem Board insbesondere die von ihm unmittelbar nach seinem Amtsantritt in Gang gesetzte anstehende Verwaltungsreform der VN vor. Zwar werde die Reform auch die Entwicklungsarbeit und die Friedens- und Sicherheitsarchitektur anpacken. Zentrales Ziel der Reformbemühungen sei aber die Verwaltung. Hierzu habe er ein internes Prüfungsteam eingesetzt, schließlich kenne niemand die VN besser als die Menschen, die bei ihnen arbeiteten. Eine erste Analyse habe sechs Bereiche erkannt, in denen es zu Verbesserungen kommen müsse:

  1. Leistungen würden zu langsam und zu wenig kundenorientiert erbracht. Hier müssten die VN flexibler und schneller werden und sich besser koordinieren.
  2. Die Verwaltungsstrukturen seien zersplittert. Wichtiger als „Pfeilerdenken“ sei „Kohärenz“; auch müssten wesentliche Aufgaben dezentralisiert und bei den Entscheidungsträgern vor Ort angesiedelt werden.
  3. Die Verwaltungskultur sei unterentwickelt. Sie müsse sich (wieder) an den Zielen orientieren, die in der VN-Charta und in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte niedergelegt seien. Gefordert sei von allen Mitarbeitern Entschlossenheit, Demut und Mut bei der Erfüllung ihrer Aufgaben.
  4. Es gebe einen Vertrauensverlust zwischen den Mitgliedstaaten und dem Sekretariat der VN. Dieses Vertrauen müsse zurückgewonnen werden. Einen wichtigen Beitrag dazu könne das Board leisten. Durch seine Arbeit fördere es das Vertrauen der Mitgliedstaaten in die VN.
  5. Eine effektive Erfüllung des Mandats der VN verlange ihre adäquate und ausreichende Ausstattung mit Mitteln. Dies sei nicht (mehr) der Fall. Die VN brauchten Verlässlichkeit für ihre Finanzplanung. Das werde nur durch Pflichtbeiträge, nicht durch freiwillige Beiträge oder Zuwendungen hergestellt.
  6. Es gebe einen Mangel an Transparenz und Verantwortlichkeit. Die handelnden Personen müssten stärker in die Pflicht genommen werden, und zwar für ihre inhaltlichen Ergebnisse, nicht für das formale Einhalten von Vorschriften und Beachten von Mitzeichnungsketten.


Präsident Scheller versicherte dem Generalsekretär seine Unterstützung bei der Erreichung dieser Ziele. Als Mitglied des Boards könne er den von Herrn Guterres beabsichtigten Reformweg nur begrüßen. Eine funktionierende und wirksame Verwaltung, Rechenschaft der Mitarbeiter auf allen Ebenen und das Vertrauen der „zahlenden“ Mitgliedstaaten in die Verwaltung seien Kernpunkte, damit die Reform ein Erfolg werde.


Weitere Gespräche zu Berichten, Empfehlungen und anstehenden Erhebungen


Präsident Scheller traf zudem die neue UN Under-Secretary-General for Management, Jan Beagle, und den UN Under-Secretary-General for Field Support, Atul Khare. Themen dieser Gespräche waren insbesondere die „Reformagenda“, die aktuellen Prüfungsergebnisse und die in den nächsten Monaten geplanten Erhebungen der BRH-Prüfteams.

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